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Working Today | July 23, 2017

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Problem Vorstellungsgespräch

Problem Vorstellungsgespräch

Sich in einem Jobinterview selbst zu verkaufen fällt sogar gestandenen Profis nicht leicht. Selbst Verkäufer, die sprichwörtlich einem Eskimo einen Kühlschrank verkaufen können, sind plötzlich überfordert, wenn es ums Verkaufen ihrer eigenen Person geht. Das liegt vor allem daran, dass bei einem Vorstellungsgespräch die Machtverhältnisse ganz anders liegen als bei einem üblichen Verkaufsgespräch. Schließlich geht es um die Stelle, die man sich unbedingt sichern möchte und der eventuell zukünftige Chef sitzt einem gegenüber und entscheidet über eine Zu- oder Absage. Da überlegt man sich drei Mal was man sagen soll… leider blockiert diese Unsicherheit.

Selbstsicher Auftreten

Die Ausarbeitung der Selbstpräsentation ist neben den Informationen über das Unternehmen außerordentlich wichtig. Bei jedem Vorstellungsgespräch werden Fragen wie „Weshalb sind gerade Sie die richtige Person für diese Stelle?“ oder „Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?“ aufkommen. Bereite dich also darauf vor. Du solltest jedoch auf keinen Fall deinen Lebenslauf herunterleiern. Diesen haben die Interviewer bereits gelesen. Merke dir zwei Elemente, die zur offenen Stelle passen und verbinde diese mit deinem Werdegang. Zum Beispiel könntest du von deiner Anpassungsfähigkeit in den unterschiedlichsten Situationen sprechen und dieses Element mit deiner Auslandserfahrung verbinden. Oder deine Marketingerfahrungen hervorheben und klare Beispiele dazu liefern. Die Argumente sollten natürlich herüberkommen und nicht auswendig gelernt klingen.

Auch das richtige Outfit ist wichtig fürs selbstsichere Auftreten. Du solltest dich in deiner Kleidung wohlfühlen aber auch ausdrücken, dass du verstanden hast worauf es ankommt. Abgewetzte Jeans gehen gar nicht… Kleide dich dem Unternehmensprofil entsprechend und präsentiere dich im „Business-Outfit“.

Viele Leute sind vor oder sogar während dem Vorstellungsgespräch sehr nervös. Versuche es locker zu nehmen und nicht immer „Ich brauche diesen Job“ oder „Das ist mein Traumjob und ich will diese Stelle unbedingt“ zu denken. Damit setzt du dich zu stark unter Druck. Gib dein Bestes aber mach dich nicht fertig.

Eigenlob oder Bescheidenheit?

Wir haben seit unserer Kindheit immer wieder gehört das „Eigenlob stinkt“. Bei Vorstellungsgespräch ist dem jedoch nicht so, vor allem nicht wenn es darum geht sich von anderen Bewerbern zu unterscheiden. Selbstverständlich solltest du es nicht übertreiben, denn sonst könntest du schnell arrogant wirken. Die Balance muss stimmen und die Grundvoraussetzung hierzu ist die Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Analysiere deine Stärken und Schwächen und frage auch nach der Meinung von Freunden und Bekannten. Erwähne im Vorstellungsgespräch nur Kernkompetenzen, die du anhand von konkreten Beispielen aus der Praxis belegen kannst. Denn nur diese halten der Überprüfung im Bewerbungsprozess stand. Bereite auch zwei Schwächen vor aber erwähne diese nur, wenn du danach gefragt wirst. Außerdem sollte es sich um Schwächen handeln, die sich auch positiv darstellen lassen. Aber keine Standartantworten wie „Perfektionismus“ bitte. Auch hier solltest konkrete Beispiele im Zusammenhang mit diesen Schwächen vorbereiten.

Authentisch sein

Sei dich selbst. Dein Gegenüber wird es merken, wenn du dich verstellst und ihm etwas vorspielst.

Aufmerksam sein

Beachte dein Gegenüber und versuche zu analysieren, was er dir mitteilen möchte und zwar sowohl verbal als auch nicht-verbal. Höre deinem Gegenüber aktiv zu und beantworte seine Fragen. Unterbreche dein Gegenüber nicht abrupt sondern warte auf eine Pause, um eine Frage an ihn zu richten. Die Frage sollte natürlich nicht vom gerade besprochenen Thema abweichen. Auch auf die Körpersprache des Interviewers sollte geachtet werden. Ist er dir zugewannt? Was will er dir zwischen den Zeilen mitteilen?

Der Interviewer wird es zu schätzen wissen, wenn du aktiv zuhörst, klare Antworten auf seine Fragen gibst und im richtigen Moment auch selbst Fragen stellst.

Die Körpersprache und Formulierung

Achte auf deine Körperhaltung. Wenn du mit verschränkten Armen da sitzt, dann wirkst du sehr verschlossen. Beugst du dich jedoch regelrecht über den Tisch, dann wirkt dies zu erdrückend für den Interviewer. Versuche eine natürliche Körperhaltung einzunehmen.

Außerdem ist es sehr wichtig, dich klar auszudrücken und positive Formulierungen zu verwenden.

Eine gute Selbstpräsentation ist entscheidend, um die Einstellungschancen zu erhöhen. Bereite dich vor, trete selbstsicher auf, sei authentisch, sei aufmerksam und hole dir deinen Traumjob. Viel Erfolg!