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Working Today | June 22, 2017

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Der Chef aus der Hölle – wie man sich wo nicht bewirbt.

Der Chef aus der Hölle – wie man sich wo nicht bewirbt.

Häufig merkt man erst, wenn man den neuen Job bereits angetreten hat, dass im Unternehmen etwas nicht stimmt: Miese Atmosphäre, unerträglich launischer Chef und verschüchterte Mitarbeiter sind oft nur der Anfang. Vielleicht steckt die Firma ja auch in einer Finanzkrise und du hattest keine Ahnung davon. Wie lange deine neue Stelle wohl noch sicher ist?

Überstürzt einen neuen Job anzunehmen kann zu einem echten Alptraum werden.

Wenn du dich um eine neue Stelle bewirbst, werden die Arbeitgeber all deine Referenzen gründlich überprüfen und sicherstellen, dass du auch die richtige Person für den Posten bist. Aber hast du je darüber nachgedacht, die Referenzen deines potentiellen, zukünftigen Arbeitgebers – und besonders die deines zukünftigen Chefs – zu überprüfen? Wir haben ein paar Tipps auf Lager, um während der Stellensuche faule Gurken zu erkennen bevor es zu spät ist.

1. Ansprüche abwägen

Es ist wichtig eine Vorstellung davon zu haben, was einem in einem Job wichtig ist und worauf man auf keinen Fall verzichten möchte. Du solltest wissen was du willst. Hier nur einige entscheidende Kriterien: Arbeitsweg, flexible Arbeitszeiten, Kinderkrippe, Kantine, umweltfreundliche Firmenpolitik, usw. Sei realistisch und sehe ein, dass kein Job deine Ansprüche zu 100% abdecken wird, aber wäge ab, worauf du verzichten kannst und worauf eben nicht. Es kann helfen eine Prioritäten-Liste zu erstellen.

2. Referenzen überprüfen

Schlüpfe in die Rolle von Sherlock Holmes und suche nach Referenzen des Unternehmens und besonders deines zukünftigen Vorgesetzten. Dank den sozialen Medien und Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing sollte dies ein Kinderspiel sein. Überprüfe die Neuigkeiten und Kommentare im Firmenprofil und suche nach Hinweisen zu den Führungsfähigkeiten des Chefs. Auf LinkedIn kannst du auch ehemalige Arbeitnehmer ausfindig machen und diese zum Unternehmen, der Arbeitsatmosphäre und den Vorgesetzten befragen. Sei sehr professionell, wenn du dich an ehemalige Mitarbeiter wendest, denn diese könnten mit den Angestellten befreundet sein. Dort kannst du ebenfalls nach dem Titel der offenen Stelle, auf die du dich bewirbst, suchen, um zu sehen welche Leute diesen Job vorher hatten. Falls diese Stelle während dem letzten Jahr von 4 verschiedenen Personen besetzt wurde, sollten bei dir alle Alarmglocken läuten.

3. Warnsignale erkennen

Um Warnsignale zu erkennen, kannst du dich in erster Linie auf deine Erfahrungen aus früheren Jobs stützen. Wurden dir im Vorstellungsgespräch nur wenige Fragen gestellt und war der Arbeitgeber eher daran interessiert die Stelle sofort zu besetzen, anstatt auf den richtigen Kandidaten zu warten? Oder hast du schon einmal eine Stelle akzeptiert, nur weil du froh warst, dass dir diese angeboten wurde? Hast du bereits nach der ersten Woche bereut den Job angenommen zu haben, da die Stelle absolut nichts für dich war? Schlechte Einführung, Stress, ängstliche Mitarbeiter, tyrannischer Boss, mieses Arbeitsklima…. Kommt dir das bekannt vor? Verlasse dich auf dein Bauchgefühl. Meistens sind die Warnsignale berechtigt.

4. Vorstellungsgespräch analysieren

Das Auswerten des Vorstellungsgesprächs ist überaus wichtig, um schlechte und unprofessionelle Chefs und Firmen aufzuspüren. Achte auf die Kommunikation während dem Vorstellungsgespräch. War das Gespräch gut organisiert? Hat der Personaler einen Monolog gehalten oder wurden dir gute und klar formulierte Fragen gestellt? Hat dir der Interviewer auch wirklich zugehört? Konnte der Interviewer deine Fragen zum Unternehmen beantworten? Dies ist besonders aufschlussreich, wenn es sich beim Interviewer um deinen möglicherweise zukünftigen Boss handelt. Achte ebenfalls auf die Professionalität des Interviewers. Es dürfen zum Beispiel keine zu persönliche oder gar diskriminierende Fragen gestellt werden.

5. Das Team kennenlernen

Falls du die Möglichkeit hast das Team kennenzulernen, dann lass dir diese auf keinen Fall entgehen. Auch wenn du keine zu direkten Fragen, im Stil von „Was haltet ihr von eurem Chef?“, an die Mitarbeiter stellen kannst, kannst du das Arbeitsklima erleben. Beobachte wie die Mitarbeiter miteinander umgehen und wie der Chef mit den Mitarbeitern kommuniziert.

Warnsignale zu ignorieren und eine Stelle vorschnell anzunehmen kann verheerende Folgen haben. Sei dir deiner Prioritäten bewusst und nimm dir Zeit, um dich nach dem passenden Job umzusehen.